Die Berner Yachttechniker von „Rock’n Roll Shipping“ bringen das „Einlaufbier“ auf den Markt

Der Name ist Programm

Aus einem Prototypen ist ein Serienprodukt geworden: Michael Rohde und Andreas Meyer, die Jungs von Rock’n Roll Shipping, haben für ihr markenrechtlich geschütztes „Einlaufbier“ jetzt eine kleine Brauerei im Saarland aufgetan und schon die ersten zwanzig Kisten Bier unters Volk gebracht. Aus dem Mitbringsel für Kunden ist inzwischen ein Produkt geworden, für das die Yachttechniker aus Berne nach Vertriebspartnern in der Gastronomie suchen.

Die Berner Yachttechniker von "Rock’n Roll Shipping" bringen das "Einlaufbier" auf den Markt (Foto: Kölling)

Die Berner Yachttechniker von „Rock’n Roll Shipping“ bringen das „Einlaufbier“ auf den Markt (Foto: Kölling)

Für das Foto-Shooting im Grohner Yachthafen wird kurzerhand die Crew des Tuckerbootes „Jojo“ shanghait, die gerade anlegen will. Ove Suhrbier an der Pinne macht sofort klar, dass er schon per Nachname der richtige für einen Biertest ist: „Biertesten tun wir ja ohnehin auch sonst den ganzen Tag.“ Die Korken knallen, dreimal Prost und auch der 83jährige Jo Busch zieht anerkennend die dichten Augenbrauen hoch: „Süffig“, lautet sein Urteil. Sein jüngerer Bruder Ludwig Busch lässt die Zigarre qualmen: „Passt gut dazu“.

Andreas Meyer von RocknRoll Shipping kennt diese Resonanz auf das Einlaufbier schon: „Wir haben bewusst ein Bier ausgesucht, dass nicht so herb ist, kein klassischer Pils. Es sollte Männer und Frauen schmecken.“ Herausgekommen ist ein Helles, im Geschmack eher beim milden Sauerländer Premiumbier. Meyer und sein Geschäftsführer-Kollege Michael Rohde haben dafür einige kleine Brauereien abgeklappert. Rohde: „Für das eigene Bier nimmt man einige gesundheitliche Risiken in Kauf und probiert sich ordentlich durch.“ Der Konsum einer Kiste von dem klar filtrierten hellen Bier an einem lauen Herbstabend funktioniert für geübte Biertrinker angeblich ohne Schädel am nächsten Morgen.

„Wir sahen Leute an Bord sitzen und aus Plastikflaschen Bier mit Schraubverschluss trinken und sollten etwas gegen diese Stillosigkeit unternehmen“, erinnert sich Michael Rohde an die ersten Überlegungen zu dem Produkt an einem Tag kurz vor Weihnachten 2015. Er und Andreas Meyer hätten dabei übrigens nur Kaffee getrunken. Meyer: „ Und es ging um die Überlegung, was man den Kunden Gutes tun könnte, um ein kleines Mitbringsel, einen Türöffner. Und beim Bier sitzt man ja sofort zusammen und schnackt in Ruhe. „Aus seiner Marinezeit kannte er die Tradition des Einlaufbieres, wenn das Schiff nach einem Einsatz wieder wohlbehalten im Heimathafen lag: „Wir haben uns dazu auch gleich noch den Begriff Anlegebier markenrechtlich schützen lassen. Das kommt wohl als nächstes.“

Und die Marketingkollegin der Yachttechniker von RocknRoll Shipping ist gerade dabei, dass Sixpack des Bieres stilgerecht in Szene zu setzen: Es soll bald als „Skipperhandtasche“ auf den Markt kommen. Wer nach dem Einlaufbier sucht, kann in den Edeka-Märkten rund um Rostock fündig werden, wo RocknRoll Shipping eine Zweigniederlassung im Yachthafen Hohe Düne unterhält. Hierzulande gibt es das Bier schon beim Fährimbiss im Motzen. Nach weiteren Partnern in der Gastronomie halten Rohde und Meyer derzeit Ausschau. Wer es ordern möchte, kann das telefonisch tun unter 04406/9572348 oder über die Internetseite www.rr-shiping.de

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